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.:hochbegabte erkennen und fördern:.

Warum wollen/sollten wir Hochbegabte eigentlich fördern?
Leider werden hochbegabte Kinder viel zu wenig gefördert und auch oft als lästig empfunden. Der Umgang mit ihnen ist nicht immer einfach. Langeweile, Agressionen, Depressionen und vieles mehr, sind ständige Wegbegleiter.

Stelle dir mal folgendes vor:
Du wärst Michael Schuhmacher mit seinem Ferrari und müsstest ewig durch die verkehrsberuhigte Zone schleichen? Oder: Du wärst ein weiblicher Profisportler, wärest immer vorne mit dabei und dürftest nie wirklich im Wettkampf zeigen, was du kannst? So oder so ähnlich geht es hochbegabten Kindern in der Schule und in vielen Freizeitveranstaltungen.


Immer noch beherrscht folgendes die Köpfe der Menschen:
Natürlich muss ein z.B. Junge gefördert werden wenn früh erkennbar wird, dass aus ihm ein Profifussballer werden könnte. Natürlich muss ein z.B. Mädchen gefördert werden, wenn früh erkennbar wird, dass da ein Tennisprofi heranwächst.
Aber, ein hochbegabtes Kind? - Quatsch, erstens kanns so etwas gar nicht geben und wenn, dann sind die Eltern dran schuld.

Sollten wir da nicht endlich umdenken? - Muss da nicht mehr getan werden? - Sind z.B. unsere Lehrer in der Lage mit so einem Kind umzugehen?

Auszug aus dem Buch "Psychologen auf Schatzsuche: Hochbegabung - Diagnostik und Förderung"
Die Begegnung mit einem hochbegabten Menschen beginnt für Psychologinnen und Psychologen oft damit, dass sie einer Persönlichkeit mit einer psychischen oder psychosomatischen Störung, zumindest aber Auffälligkeiten gegenübersitzen. Ihr Potenzial wird in vielen Fällen nicht erkannt, ja, eher als Krankheit denn als Gabe empfunden. Nach einer präzisen Diagnose und qualifizierten Beratung verschwinden viele Symptome. Durch einen ressourcenorientierten Blickwinkel wird für den Betroffenen ebenso wie für die Angehörigen eine Umdeutung von Verhaltensweisen möglich. Geistige Rohstoffe werden entdeckt, die es zu veredeln gilt. Dieser Entwicklungsraum ist sowohl psychisch als auch intellektuell definierbar, wobei die psychische Seite dem Berufsstand der Psychologen ein interessantes Arbeitsfeld mit hoher Verantwortung eröffnet.

Warum...

  - müssen Mütter/Väter Angst haben, als überehrgeizig zu erscheinen, wenn sie eigentlich nur ein dem Kind entsprechendes Ausbildungsziel erreichen wollen?
  - steht das Thema Hochbegabung so negativ da (immer noch)?
  - musst du dich von anderen als Mutter oder Vater dich so unter Druck setzen lassen?
  - wird ein "hochbegabtes Kind" immer noch mit ein "besseres Kind" gleichgesetzt?
  - müssen wir uns immer noch für unsere hochbegabten Kinder entschuldigen und dürfen Ihnen nicht wie jede(r) Fussball-Mami/Papi stolz den Rücken stärken?